Wohn- u. Geschäftshaus

Brabanter Straße 7 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6696
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Brabanter Straße 7, 50674 Köln
Baujahrum 1889
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 01.12.1992
Stadtteil Neustadt/Nord

Erbaut um 1898, 4 Geschosse, Souterrain, ausgebautes Dachgeschoß mit neuerer Gaube, 3 Achsen, 2geschossiger Erker auf trapezförmigem Grundriß mit aufgesetztem Balkon (weitgehend originale Brüstung) in der rechten Achse, flache Wandvorlage in der rechten Achse des 3. OGs, Putzfassade mit Stuckgliederungen im Stil des Historismus, im Bereich des Souterrains teilweise verändert, Fenster weitgehend verändert, Türen verändert. Rückseite und seitlicher Anbau backsteinsichtig, Fenster weitgehend original. Im Innern original erhalten: im ehemaligen Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen; im Flur Terrazzoboden, Reste von Wandmalereien; in den Wohnungen einige Zimmertüren. Nicht Bestandteil des Denkmals ist die erdgeschossige Hofüberbauung mit Flachdach.

Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringe zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße das sogenannte "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. An der Brabanter Straße, vor der Stadterweiterung südlicher, zum Ehrentor führender Teil der Venloer Straße, begann die reguläre Neustadtbebauung bereits im Januar 1882 und war zwischen Friesenplatz und Maastrichter Straße 1886 schon stark fortgeschritten. Die Bebauung im südlichen Abschnitt bis zur Aachener Straße war durch die Lage der alten Eisenbahntrasse erst ab 1890 möglich. Hier befindet sich das Haus Nr. 7, das im Ensemble mit seinen beiden Nachbarhäusern (Nr. 3 und 5) noch heute diese spätere Bebauungsphase veranschaulicht. Das o. g. Gebäude hebt sich durch seine aufwendig und abwechslungsreich gestaltete Fassade im Stil des Historismus besonders hervor. Dabei wird seine rechte Achse, ähnlich wie beim Haus Nr. 5, durch einen 2geschossigen Erker auf trapezförmigem Grundriß stärker betont. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble, wird das o. g. Objekt somit zum unverzichtbaren Dokument, welches das ursprüngliche, für diesen Bereich der Neustadt charakteristische Erscheinungsbild der Straße und des Viertels bewahrt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0