Wohnhaus
Nußbaumerstraße 5 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6784 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Nußbaumerstraße 5, 50823 Köln |
| Baujahr | 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.04.1993 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1914 (inschr. dat. bei Nr. 3); 3 Geschosse, Sockel- und Mansardgeschoß; 3 Achsen, Putzfassade mit sparsamen Gliederungen im Stil des Neoklassizismus; in den Obergeschossen axialsymmetrisch aufgebaut; Betonung der Mittelachse durch 2geschossigen, bis ins Mansardgeschoß hochgeführten Erker; hohes Giebelhaus im Dachgeschoß und davor gesetzter Dacherker mit abgeschrägten Ecken und Austritten; Hauseingang auf der rechten Seitenachse, daneben Ladeluke; Mansarddach mit Biberschwanzeindeckung. Haustür original, Fenster stilähnlich erneuert, Fenstergitter im Sockelgeschoß und Geländer der Austritte im DG original. Rückfront: seitlicher Risalit; Wintergarten im EG, neuer Balkon im OG; späterer Anbau im EG (nicht Bestandteil des Denkmals).
Im Innern original erhalten: im Eingangsbereich Marmortreppe mit Messinghandlauf, Wandverkleidung in Marmor, Wand- und Deckenstuck, Stützbogen; im Treppenhaus: im Flur und auf den Absätzen Fliesenboden (rot/weiß), Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Handlauf; in den Wohnungen z. T. Zimmertüren und Gebäude sowie Deckenstuck.
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Die Nußbaumer Straße, an der sich o. g. Objekt befindet, bildete ehemals den alten Flurweg. Sie begrenzt den älteren Siedlungsbereich Neuehrenfelds in Längsrichtung und wurde kurz nach der Jahrhundertwende, zum großen Teil erst ab den 10er Jahren, bebaut. Oben genanntes Gebäude befindet sich im Abschnitt zwischen Overbeck- und Liebigstraße; in diesem nur einseitig bebauten Teilstück hat sich mit den Häusern Nr. 3-17 ein Gebäudeensemble in seltener Geschlossenheit erhalten. Mit dem Nachbarhaus Nr. 3 bildet o. g. Wohnhaus ein in den Details individuelles in der Wirkung jedoch einheitliches Häuserpaar. In ihrem reduzierten Schmuckaufwand in Stillanklängen an den Neoklassizismus spiegelt es die um diese Zeit aufkommende Vorliebe für schlichter und strenger wirkende Formen wider, wobei die aufwendige Dacheindeckung sowie die verhältnismäßig reiche Ausstattung des Vestibüls auf besser situierte Bauherren schließen läßt. Als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds sowie als Beleg für die Gestaltungsvielfalt der stadtteilspezifischen Architektur Anfang des 20. Jahrhunderts wird das o. g. Wohnhaus - vor allem auch im Hinblick auf o. g. Ensemble - zum unverzichtbaren Objekt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0