Wohnhaus
Kuenstraße 11 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7026 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Kuenstraße 11, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1994 |
| Stadtteil | Nippes |
Um 1905 erbaut. 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit drei Gauben (verändert nach Kriegsbeschädigung). In Quaderwerk bzw. Fugenschnitt strukturierte Putzfassade mit sparsamen Stuckelementen im Neobarock und Jugendstil (mit leichten Beschädigungen). Im 2. und 3. OG mittiger Erker auf polygonalem Grundriß. Haustür verändert, Fenster erneuert. Im Erdgeschoß Fensteröffnungen in der Nachkriegszeit verkleinert, da im Innern Zwischendecken eingezogen wurden. Auch die Haustüröffnung wurde verkleinert (Zwischendecke). Rückseite: backsteinsichtig; Fenster erneuert.
Im Inneren original erhalten: in Vestibül und Flur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen; Terrazzotreppe, Zwischenpodeste mit Mosaikeinlagen, schmiedeeisernes Geländer mit Holzhandlauf.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das 1888 zu Köln hin eingemeindete ehemalige Bauerndorf Nippes zu einem wichtigen Industriestandort. Die Kuenstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, wurde ab 1896 angelegt. Sie diente ursprünglich der Verbindung der Neusser mit der Niehler Straße und reicht heute bis zur Florastraße. Das Gebäude ist ein wichtiger integraler Bestandteil der in großen Teilen vorhandenen historischen Bebauung. Seine nur geringfügig veränderte Fassade präsentiert die für diesen Stadtteil typischen, relativ flächigen Stuck- bzw. Putzstrukturen, die in diesem Fall mit sparsamen Dekorationen im Neobarock und Jugendstil verbunden werden. Der Erker sowie die noch erkennbare, ursprünglich relativ aufwendige Gestaltung des Treppenhauses machen kenntlich, daß in diesem Straßenzug Bewohner eines höheren sozialen Niveaus lebten. Als Beispiel für die nach der Jahrhundertwende errichtete Nippeser Stadtarchitektur und ihre spezifische Ausprägung wird das o. g. Gebäude somit zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0