Wohnhaus

Grolmanstraße 50 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8217
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Grolmanstraße 50, 50825 Köln
Baujahrum 1925
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 05.12.1997
Stadtteil Neuehrenfeld

Erbaut: um 1925; in Blockrandbebauung eingebundenes, giebelständiges, zweigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoß; mansardartiges Dach; Putz; erhöhter Vorgarten; Einfriedungsmauer (neu); Treppe zum erhöhten Eingang mit Podest (neu);

Straßenfront: Holzsprossenfenster (teilweise mit Oberlicht; ursprüngliche Klappläden nicht mehr vorhanden); profilierte Sohlbänke; Erdgeschoß: Eingang mit Holzeingangstür (Zackendekor, vergittertem Türfenster), Oberlicht (mit Laterne) und schmalem, konsolengestütztem Vordach; ein kleines, schmales und ein großes, hochrechteckiges Fenster; Obergeschoß: drei hochrechteckige Fenster; kräftiges, profiliertes Dachgesims; Giebel: drei Flachbogenfenster mit gemeinsamer Sohlbank; kräftiges, nach oben in Voluten auslaufendes Giebelgesims;

Gartenseite: Vorbau bis Dachgeschoß (neu); Dachfenster (neu);

Im Inneren original erhalten: Holztreppe (Holzgeländer, -handlauf); Erdgeschoß: im gartenseitigen Wohnraum Kehlgesims (mit diamantschnittartigem Dekor); Obergeschoß: im gartenseitigem Wohnraum Deckenkehle; Keller: Backsteinwände; Betondecke; Holztüren;

Der Vorgarten und der Garten (überwiegend Rasen) sind Bestandteil des Denkmals.

Wenige Jahre nachdem die "Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld" mit der Errichtung ihres Siedlungskomplexes begonnen hatte (1911 Anlage des Takuplatzes, 1912-25 Siedlung Takuplatz 1-7, etc.), bildete sich in der Nachbarschaft, südlich des Blücherparks, aber unabhängig von dieser Genossenschaft ein weiterer Wohnbereich. Als Erweiterung Subbelraths entstanden in Fortsetzung der Siemensstraße einige Wohnbauten an der Grolmanstraße (um 1914 angelegt; Name geht auf Karl Wilhelm Georg von Grolman (geb. 1777, gest. 1843) zurück: preußischer General z.Z. der Freiheitskriege, mit Blücher Schlacht bei Belle Alliance - als Straßenname im Hinblick auf den anliegenden, nach Blücher benannten Park gewählt). An diese knüpfte man nach dem Ersten Weltkrieg an, als man im Rahmen der allgemeinen Wohnungsnot zunächst besonders für die Angehörigen der Kriegsversehrten sorgte und ihnen hier Kriegerheimstätten, d.h. Eigenheime mit Gartengelände, unter besonders günstigen Voraussetzungen errichtete. In der Folgezeit, bis zum Ende der 20er Jahre, beschränkte sich der weitere Ausbau des baureifen Geländes nordwestlich von Subbelrath, zwischen dem Baugebiet der "Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld" und dem Blücherpark, auf eine Vervollständigung der Bebauung an der Grolmanstraße. Zunächst wurde nur die rechte Straßenhälfte bebaut (gerade Hausnummern). Erst ab etwa 1921 begann man mit der Errichtung von Wohnbauten auf der linken Straßenseite.

Haus Grolmanstr. 50 (Eigentümer 1926: Fritz Feger, Ingenieur; Heinz von der Weiden, Prokurist) reiht sich mit seiner zurückhaltenden historistischen Architektur (hier: barocke Anklänge), in der verhalten expressive Momente (Eingangssituation) durchschimmern, in die gegenüber der linken Straßenseite individueller gestaltete Bebauung der rechten Straßenseite ein. Als gut erhaltenes Zeugnis der frühen Bebauung der Grolmanstraße und als Beispiel der Wohnarchitektur des gehobenen Mittelstandes in Ehrenfeld ist das Gebäude Grolmanstr. 50 ein unbedingt zu erhaltendes Baudenkmal.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0