Wohnhaus
Heinsbergstraße 14 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1673 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Heinsbergstraße 14, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.10.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südwestlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes nach der Niederlegung der Stadtmauern und damit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Diese Bebauung, die nach dem vom Kölner Stadtbaumeister H.J. Stübben erstellten Erweiterungsplan von 1881 erfolgte, verlief um die Jahrhundertwende in mehreren Phasen. Die jenseits des Barbarossaplatzes verlaufende Heinsbergstraße hat ihren ursprünglichen Charakter als Wohnstraße weitgehend bewahren können.
Das viergeschossige Haus mit drei Achsen ist um 1890 erbaut worden und verwendet für die Straßenfassade klassizistische Stilelemente. Die beiden linken Fenster sind leicht zusammengeschoben, während das rechte in einer flachen, risalitartigen Vormauerung steht. Das Erdgeschoß in rauher, breitfugiger Kissen-Rustika mit Rundbogenfenstern steht über einem glatten Sockel. Über dem Brüstungsfries des ersten Obergeschosses mit Stuckquadern beginnt gelbes Ziegelmauerwerk, das von horizontalen Stuckstreifen und Stuckgesimsen unterbrochen wird. Dreieckgiebel auf Architrav mit Rosetten sind im ersten Obergeschoß sowie glatte Gesimse im zweiten und dritten über die rechteckigen Fenster gesetzt. Ein hohes, glattes Kranzgesims in Stuck schließt die Fassade zum Dach hin ab.
Die hintere Fassade ist besonders bemerkenswert durch die Stukkierung des Mauerwerks durch Ziegelstein-Ornamentik, die auch den hinteren Anbau umfaßt.
Im Inneren führt die links in der Fensterachse liegende Eingangstüre in den Hausflur, der mit Fußbodenfliesen, Deckenstuck (Kehlleiste und Rosette) und einem Rundbogen zur Holztreppe hin (mit Holzgeländer) ausgestattet ist. Eine gesonderte Holztreppe (zweiläufig) erschließt das Hinterhaus.
Die Heinsbergstraße ist als ruhige Wohnstraße im wesentlichen in ihrer Bausubstanz erhalten geblieben. Die Hauszeile Nr. 6 - 16 weist noch, wie auch die gegenüber liegende Seite, größtenteils die originalen Fassaden auf, so daß auch das o.g. Gebäude im Gesamtbild der Straße unentbehrlich ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0