Wohnhaus
Thielenbrucher Allee 12 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1894 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Thielenbrucher Allee 12, 51069 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.11.1983 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Dellbrück, da es den Ausbau des ehemaligen Dorfs zum Wohnvorort Kölns dokumentiert. Nach der Eingemeindung Dellbrücks in das kölnische Stadtgebiet (1914) entstanden entlang und in der Nähe der Bergisch Gladbacher Straße eine ganze Reihe kleinerer Ensembles privater wie auch genossenschaftlicher Einfamilien- und Miethäuser sowie einige Villenviertel, die bis heute das Erscheinungsbild Dellbrücks prägen.
Das o.g. Objekt, Teil einer zweigeschossigen Villa mit ausgebautem Mansarddach und Souterrain, wurde um 1914 gebaut. Es zeigt eine fünfachsige Fassade in neoklassizistischem Stil mit einem Altan (erste bis dritte Achse), Eingang (originale Türe) mit Freitreppe (dritte Achse) im Hochparterre und einem halbrunden Vorbau im Souterrain (vierte und fünfte Achse). Die Dachböden der Vorbauten bilden zwei Balkone mit originalen Holzleitern. Das Obergeschoß zeigt fünf gleiche, regelmäßig verteilte, hochrechteckige Fenster mit originaler Sprossengliederung und profilierten Gewänden. Über einem breiten, aber einfachen Kranzgesims erhebt sich ein hohes Mansarddach mit drei mit Segmentgiebeln bekrönten Dachhäuschen in der ersten und dritten Achse und einem breiten, über zwei Achsen sich erstreckenden Dachhäuschen mit einem schlichten Dreieckgiebel in der vierten und fünften Achse. Die Seitenfassade ist im Hochparterre mit vier kleinen, im Obergeschoß mit zwei größeren Fenstern geöffnet. Die Rückfassade wiederholt annähernd und bescheidener die Gliederung der Hauptfassade. Ein Vor- und ein großer rückwärtiger Garten machen die Villa zu einer vornehm wirkenden Residenz im Grünen.
Städtebaulich bildet die Doppelvilla einen Bestandteil eines Villenviertels am Rand des Waldes südlich der Bergisch Gladbacher Straße. Die Villa gehört zu den wenigen Häusern in der Thielenbrucher Allee, die in originalem Zustand erhalten geblieben sind (Nr. 3, 6, 8) und ist auch daher als Baudenkmal unbedingt zu schützen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0