Wohnhaus
Thielenbrucher Allee 10 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1922 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Thielenbrucher Allee 10, 51069 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.12.1983 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Dellbrück, da es den Ausbau des ehemaligen Dorfs zum Wohnvorort von Köln dokumentiert. Nach der Eingemeindung Dellbrücks in das kölnische Stadtgebiet (1914) entstanden entlang und in Nähe der Bergisch Gladbacher Straße eine ganze Reihe kleinerer Ensembles privater wie auch genossenschaftlicher Einfamilien- und Miethäuser sowie einige Villenviertel, die bis heute das Erscheinungsbild Dellbrücks prägen.
Das Objekt, Teil einer zweigeschossigen Villa mit ausgebautem Mansarddach und Souterrain, wurde um 1914 gebaut. Es zeigt eine fünfachsige Fassade in neoklassizistischem Stil mit einem Anbau (dritte bis fünfte Achse), Eingang mit Freitreppe (fünfte Achse) im Hochparterre und einem halbrunden Vorbau im Souterrain (erste und zweite Achse). Die Dachböden der Vorbauten bilden zwei Balkone. Das Obergeschoß zeigt fünf gleiche, regelmäßig verteilte, hochrechteckige Fenster mit originaler Sprossengliederung und profilierten Gewänden. Über einem breiten, aber einfachen Kranzgesims erhebt sich ein hohes Mansarddach mit drei mit Segmentgiebeln bekrönten Dachhäuschen in der dritten und fünften Achse und einem breiten, sich über zwei Achsen erstreckenden Dachhäuschen mit schlichtem Dreieckgiebel in der ersten und zweiten Achse. Die Seitenfassade ist im Hochparterre mit vier kleinen, im Obergeschoß mit zwei größeren Fenstern geöffnet. Die Rückfassade wiederholt annähernd und bescheidener die Gliederung der Hauptfassade. Ein Vorgarten mit einem originalen Gartentor und ein großer, rückwärtiger Garten machen die Villa zu einer vornehm wirkenden Residenz im Grünen.
Der vornehme Charakter des Hauses ist auch im Hausinneren sichtbar: Eine breite Holztreppe mit gedrechseltem Handlauf, Stuckdecken, Marmorfußböden und -stufen im Eingangsbereich und profilierte Zimmertüren machen die ästhetische Einheit dieser Architektur aus.
Städtebaulich gesehen bildet die o.g. Doppelvilla einen Bestandteil eines Villenviertels am Rand des Waldes südlich der Bergisch Gladbacher Straße. Die Villa gehört zu den wenigen Häusern in der Thielenbrucher Allee, die in originalem Zustand erhalten geblieben sind (Nr. 3, 6 und 8) und ist auch daher als Baudenkmal unbedingt zu schützen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0