Wohnhaus
Am Botanischen Garten 28 · Riehl
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1910 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Am Botanischen Garten 28, 50735 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.12.1983 |
| Stadtteil | Riehl |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Riehl, da es die Erstbebauung dieses nördlichen Kölner Vorstadtgebiets dokumentiert. Bereits vor Niederlegung der Maueranlagen um Köln wurde hier 1860 der Zoologische Garten angelegt, dem zwei Jahre später die etwas nördlich gelegene Flora folgte. Im Anschluß daran entstanden vor der Jahrhundertwende die ersten Wohnbauten, die an der Stammheimer Straße städtischen, sonst eher vorstädtischen Charakter besitzen (Villenviertel und Siedlungen). Im Stil sind die Häuser Dokumente des Bauwillens der bürgerlichen Mittelschicht. Die Straße Am Botanischen Garten war früher eine Villenstraße, deren größere Anwesen jedoch inzwischen als Miethäuser genutzt werden.
Das Haus Nr. 28 ist innerhalb der Hausgruppe Nr. 28 - 36 der rechte, zweigeschossige Flügelbau, dessen traufständige Putzfassade von einem hohen Mansarddach mit breiter, säulengeschmückter Fensterzone bedeckt wird. Die um 1910 erbaute, sehr plastische Hausgruppe beeindruckt vor allem durch die vier- bis fünfgeschossigen Giebelvorbauten mit Krüppelwalmdach (Haus Nr. 30 und 34), zwischen die ein Gewände mit klassizistischem Zwerchgiebel (Haus Nr. 32) eingeschoben wurde. Der Landhausstil ist durch die Nähe des Botanischen Gartens motiviert. Das Haus Nr. 28 wird unter einem überdachten Vorbau betreten und weist hinter der originalen Haustüre eine mit Fliesen belegte Diele mit Marmorverkleidung und Stuckspiegeln an den Wänden auf. Die Innentüren sind größtenteils original, wie die Stuckdecken im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß (Umbau Treppenhaus 1983). Teilweise originale Beschläge, Wiederherstellung des originalen Vorgartens.
Der städtebauliche Wert der Gruppe wird durch die Nähe zum Zoologischen und Botanischen Garten unterstrichen, deren Stilkanon sie aufgreift. Die Häuser sind wegen ihres plastischen und dennoch ausgewogenen Maßstabs von starker, stadtraumbildender Kraft. Ihr historisch gewachsener Ausdruck ist für den Straßenraum unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0