Wohnhaus
Blankenheimer Straße 24 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3378 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Blankenheimer Straße 24, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 20.12.1985 |
| Stadtteil | Sülz |
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das um 1910 erbaute Mietwohnhaus als Beispiel der planmäßigen Bebaung neu erschlossener Wohngebiete im 1888 nach Köln im eingemeindeten Vorort Sülz, die nach der Jahrhundertwende begonnen wird. Trotz engem Anschluß an die planerische Gestaltung der Neustadt und das für sie typische Mietwohnhaus wandelt sich das Erscheinungsbild der Fassaden in Sülz im Sinne einer späteren Stilstufe.
Es handelt sich um ein 3achsiges, 3geschossiges Wohnhaus mit einem DG, 3geschossigen Erker, Putzfassade mit Stuckgliederung. Baugeschichtlich ist die Gliederung der Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportionen, Geschoßgliederung, Höhe und Dachgestaltung verdeutlicht. Über dem schlichten, durch Fugenschnitt im Putz hervorgehobenen EG sind die weiteren symmetrisch gegliederten Geschosse durch die als flacher Erker vorgezogene Mittelachse zusammengefaßt und akzentuiert. Horizontal sind die drei Geschosse durch Fensterbankgesimse voneinander getrennt. Das 1. OG ist betont durch eine strenge Lisenen- und Rechteckgliederung in Stuck mit je einem Kartuschenornament über den Seitenfenstern. Die Fenster im Giebelgeschoß sind von einer Holzrahmenkonstruktion eingefaßt, wobei die Fenster der Seitenachsen an den Erker herangeschoben sind und mit ihm eine geschlossene Fensterzone unter dem Krüppelwalmdach bilden. Das Schopfgesims wird von vier Holzkonsolen dekorativ getragen. Die strenge Gliederung der Fassade in der Kombination mit Elementen aus der heimischen Fachwerkarchitektur reiht das Haus sich in die am Heimatstil orientierte, geometrische Jugendstilarchitektur ein.
Von der Ausstattung im Innern sich hervorzuheben: der rote Tonfliesenboden im Hausflur, gekachelte Sockelleiste und Stuckwände mit Gurtbögen und Gratgewölben. Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittswange.
Von städtebaulicher Bedeutunmg ist das Haus im besonderen, da es als besonders gutes Beispiel der wenigen erhaltenen Wohnhäuser aus der ersten wichtigen Ausbauphase der Blankenheimer Straße erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0