Wohnhaus
Gerolsteiner Straße 69 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6389 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gerolsteiner Straße 69, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.01.1992 |
| Stadtteil | Sülz |
Erbaut um 1912, 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus; auf der Mittelachse über 2 Geschosse, auf den äußeren Achsen über 1 Geschoß verlaufender Mittelerker mit 2 Balkonen im 2. OG und einem im DG; 3 übergiebelte Zwerchhäuser, Hauseingang später verklinkert; originale Haustür, Fenster verändert.
Rückfront: verputzt; Mittelgiebel, 2 Balkone; Gauben ver-
größert. Im Innern original erhalten: inkrustierter Terrazzoboden, Hohlkehlen, Wandfliesen mit Zierfries im Vestibül, Terrazzotreppe mit gedrechseltem Holzgeländer, Wohnungstüren; Zimmertüren mit Beschlägen und Wandstuck in den Wohnungen. Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit der zeitgenössischen Einfriedung.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Wohnbebauung in dem seit 1888 eingemeindeten Kölner Vorort Sülz setzte ab 1845 ein. Das o. g. Objekt entstand in der zweiten, für Sülz wesentlichen und das heutige Erscheinungsbild der Straßen immer noch prägenden Entwicklungsstufe: nach der Jahrhundertwende, als die Neustadt nahezu vollendet war und entlang der wichtigen Ausfallstraßen weitere Gebiete für stadtzentrumnahes Wohnen erschlossen wurden. Die Gerolsteiner Straße ist eine relativ spät bebaute Wohnstras- se, parallel laufend zum Sülzgürtel. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil des im Teilbereich zwischen Münster- eifeler und Berrenrather Straße noch überwiegend original erhaltenen Straßenensembles und weist in Aufbau und Fassadengliederung Parallelen zu den Nachbarhäusern Nr. 61-73 auf, wobei es innerhalb der Straßenbebauung mit seiner von 3 Giebeln gekrönten Fassade einen besonders markanten Akzent setzt. Die ansonsten zurückhaltend gegliederte Straßenfront im Stil des Neoklassizismus ist schließlich auch von künstlerisch-wissenschaftlicher Bedeutung für das Verständnis der Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0