Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 39 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3662 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 39, 50825 Köln |
| Baujahr | 1902 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.07.1986 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Der 1902 datierte Bau weist sich als viergeschossiges, dreiachsiges Wohn- und Geschäftshaus aus, dem hofwärts ein Seitenhaus angefügt ist. Baugeschichtlich stellt das Haus im Typ ein für Köln charakteristisches Dreifensterhaus auf Lförmigem Grundriß dar. Als konstruktive Teile des Baukörpers verdeutlichen Vorder- und Rückseite Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Hauses. Bemerkenswert ist die Gestaltung der Straßenfassade, einer Putzfassade mit Stuckgliederung. Über dem (veränderten) Erdgeschoß ist die Fassade streng axial gegliedert und symmetrisch geordnet, wobei die Symmetrieachse durch das breite Segmentbogenfenster/erstes Obergeschoß und den bis zum Traufgesims reichenden Erker betont wird. Profilierte Rahmung, im zweiten Obergeschoß mit Putztrapez, heben die Fenster von der Mauerfläche ab. Die Strukturierung des Fassadenputzes geschieht durch Rustizierung/erstes Obergeschoß und Putzbänder/zweites Obergeschoß. Ein besonderes Merkmal erhält die Fassade in dem Erker mit seiner zeittypischen Fachwerkgestaltung, deren geschwungene Formen dem Jugendstil verpflichtet sind. Das breite, auf Streben gestützte Traufgesims verleiht der Hauswand festen und zugleich dekorativen Abschluß. Die Ausstattung des Hauses belgen als erhaltene Originalteile: Ladeneinbau; Deckenstuck und stuckierter Stützrahmen im Hausflur; Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten.
Ortsgeschichtlich dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der Landmannstraße im Jahre 1902 und somit der Erschließung der Subbelrather Ländereien durch den Gutsbesitzer Alois Schlässer zum Wohngebiet. Dem um die Jahrhundertwende erfolgten Ausbau des Simarplatzes (mit St. Peter Kirche) schloß sich unmittelbar die Landmannstraße an, die in relativ kurzer Zeit fast durchgehend bebaut wurde, wofür auch das Haus Nr. 39 als Beispiel anzuführen ist.
Städtebaulich ist das Haus ein wichtiger Bestandteil einer zeitgleichen Häuserzeile (Nr. 33 - 43), die mit der gegenüberstehenden Reihe (Nr. 17 - 21) ein Bauensemble bildet, das in seiner architektonischen Vielgestaltigkeit das Erscheinungsbild der Landmannstraße im Abschnitt zwischen Lenauplatz und Nußbaumerstraße nachhaltig bestimmt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0