Wohnhaus

Nußbaumerstraße 61 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3703
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Nußbaumerstraße 61, 50823 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 15.08.1986
Stadtteil Ehrenfeld

Das 1905 erbaute linke Gebäude besitzt drei Achsen und vier Geschosse. Die mittlere mit drei gekkuppelten Fenstern versehene Achse ist als Scheinrisalit etwas betont. Die Stuckverzierungen - überwiegend in den Brüstungen des 2. OG - erinnern an Spätformen des Historismus. Im EG ist noch die originale Fenster- und Türöffnung eines ehemaligen Lädchens mit gußeiserner Säule vorhanden. Fenster und Haustüre wurden erneuert. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein.

Im Innern findet sich der historische Bestand mit ornamentiertem Terrazzoboden im Hauseingang, einer schlichten Betonsteintreppe mit Holzgeländer und Terrazzopodesten sowie den originalen Zimmertüren. Die Wohnungseingänge sind neu. Es ist anzunehmen, daß das Mietshaus im Innern nie Stuckornamente aufwies.

Die rückwärtige Fassade ist in rotem Backstein gehalten, wobei gelbe Klinker horizontale Unterteilungen und Fensterstürze bilden. Hier erkennt man gut die symmetrische Bauweise der beiden Häuser Nr. 61 und 63, die übrigens beide kein Hinterhaus besitzen. Eine eingeschossige, schlichte Werkshalle hinter dem Haus Nr. 61 wird vom Hof der Nr. 63 erschlossen, weil dieses Gebäude einen hohen Durchgang zur Straße aufweist. Als Dokument der historischen Mietstockwerksbebauung nach der Jahrhundertwende ist das Doppelhaus Nr. 62 und 63 - korrespondierend mit dem Eckgebäude Nr. 57 zur historischen Landmannstraße - ortsgeschichtlich und städtebaulich wertvoll und unverzichtbar.

Das Objekt ist bedeutend für die Geschichte von Köln-Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung des Stadtteils dokumentiert und ortsbildprägend ist. Die Nußbaumer Straße verbindet im Umkreis der Landmannstraße ältere Teile des um 1900 erschlossenen Vorortes mit meist örtlich gelegenen jüngeren, nach dem 1. Weltkrieg gebauten Miet- und Siedlungsbauten. Auch der bis 1914 bebaute Teil umfaßt einfachere, meist vierachsige Mietstockwerksgebäude, für die die beiden fast grundrißgleichen Häuser Nr. 61 und 63 charakteristisch sind.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0