Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 37 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7576 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 37, 50825 Köln |
| Baujahr | 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.08.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1904; 4 Geschosse, ausgebautes Satteldach (3 erneuerte Gauben); 3 Achsen (Eingang rechts); Putzfassade mit Stuckgliederung mit Anklängen an Jugendstil und Neuklassizismus; Obergeschosse durch Kolossalpilaster (maskengeschmückte Kapitelle) einheitlich gegliedert; Wandfläche mit Putznutung; Mittenbetonung durch breite Fensterachse; nach Stockwerken variierende Fensterrahmungen (im 2. OG Blumengirlanden; im 3. OG florales Ornament); Achritrav als oberer Fassadenabschluß; profiliertes Dachgesims; EG verändert (Ladenlokal zu Wohnraum umgenutzt; veränderte Fenster; scharrierter Putz); Fenster und Eingangstür erneuert; Oberlichter geschlossen (abgehängte Decken); Rückfront: in Verlängerung der rechten Gebäudeachse rückwärtiger Seitenflügel (3 Achsen und zurückgestuftes Treppenhaus; 3 Geschosse; ausgebautes Dachgeschoß); Vorderhaus dreiachsig; Rückfront komplett geschlämmt; Fensteröffnungen zum Teil verändert; Fenster erneuert; Hofzugang verändert (Anbau an den Seitenflügel); 2 originale Gauben (Fenster erneuert). Innen original: Grundrisse; Treppenanlage (Treppengeländer 50er Jahre); Bestandteil des Denkmals ist ein Teil der originalen Hofmauer; nicht Bestandteil des Denkmals ist der eingeschossige Anbau an der Stirnseite des Seitenflügels.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden.
Zwischen dem vom Stadtverordneten Franz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich kurz nach der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Landmannstraße, die die Verbindung zwischen Subbelrather Straße, Lenauplatz und Nußbaumer Straße herstellt. Als Geschäftsstraße zählt sie zu den wichtigen Kommunikationszentren des Viertels. In dem in weiten Teilen erhaltenen Straßenbild, bestehend aus Dreiachsenhäusern mit betonter Mittelachse, ist das o. g. Objekt ein wichtiger integraler Bestandteil. Als bauliches Dokument der Entwicklung Neu-Ehrenfelds ist es daher unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0