Wohn- u. Geschäftshaus

Landmannstraße 35 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7575
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Landmannstraße 35, 50825 Köln
Baujahr1903 bis 1904
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.08.1995
Stadtteil Neuehrenfeld

Erbaut 1903/04; 4 Geschosse, Satteldach; 3 Achsen (Eingang links, Zugang zum Ladenlokal mittig); Putzfassade mit Stuckgliederung im Jugendstil; Wandflächen im EG stuckgefaßt, seitlich mit Putznutung; Obergeschosse durch Kolossalpilaster (Kapitelle mit Masken und floraler Ornamentik) einheitlich gegliedert; Mittenbetonung durch breite Fensterachse; einheitlich profilierte Fensterrahmungen (im 2./3. OG mit stilisierten Konsolen); verkröpfter Architrav als oberer Fassadenabschluß; Fenster und Eingangstür erneuert; Ladenlokal als Wohnung umgenutzt; Rückfront: 3 Achsen (links vorgestuft); nachträglicher Dachausbau (neue, breitgelagerte Gaube); backsteinsichtig (geschlämmt); Fensteröffnungen verkleinert (Decken abgehängt); Fenster erneuert; Hoftür original. Innen original: profilierte Deckenleiste und Mittelrosette im Vorflur. Bestandteil des Denkmals sind auch erhaltene Teile der ursprünglichen Hofmauer.

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden.

Zwischen dem vom Stadtverodneten Franz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich kurz nach der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Landmannstraße, die die Verbindung zwischen Subbelrather Straße, Lenauplatz und Nußbaumer Straße herstellt. Als Geschäftsstraße zählt sie zu den wichtigen Kommunikationszentren des Viertels. In dem in weiten Teilen erhaltenen Straßenbild, bestehend aus Dreiachhäusern mit betonter Mittelachse, ist das o. g. Objekt ein wichtiger integraler Bestandteil, welches außerdem ein Ensemble mit dem fassadengleich gestalteten Nachbarhaus Nr. 33 bildet. Als bauliches Dokument der Entwicklung Neu-Ehrenfelds ist es daher unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0