Wohnhaus
Trimbornstraße 6 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4574 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Trimbornstraße 6, 51105 Köln |
| Baujahr | 1897 |
| Architekt / Planung | Robert Zimmer |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.04.1988 |
| Stadtteil | Kalk |
Mit 3 Achsen und 3 Geschossen unterscheidet sich das von einem Architekten (Robert Zimmer) entworfene Gebäude, das laut Adressbuch 1897 für einen Arzt errichtet wurde, nicht unwesentlich von den Mietstockwerksgebäuden in der gleichen Straße, die ebenfalls im Jahre 1897 errichtet wurden. Der polygonale Erker in der Mittelachse, die großzügige Gliederung der Fassade mit neoromanischen Stuckierungen sowie das breite Eingangstor in der rechten Achse deuten auf die exponierte Stellung des Besitzers hin, dessen Tätigkeit durch die Äskulapstäbe in den Dreipaßübergiebelungen der Fenster in den Außenachsen des 1. Obergeschosses gekennzeichnet wird. Ein sehr plastisches Geschoßgesims trennt das Erdgeschoß von den beiden Obergeschossen, die ihrerseits zur Traufe hin mit einem recht aufwendigen konsolgestützten Dachgesims abgegrenzt werden. Die Fassade ist jeweils in Höhe der Sohlbänke und der Fensterkämpfer horizontal gebändert. Fenster und Haustür sind in hoher handwerklicher Qualität original erhalten.
Im Innern besitzt das Gebäude noch den historischen Ausbau mit Stuckdecken, Holztreppenhaus mit Antrittspfosten und originalen Zimmertüren.
Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dichtbesiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemischen Werke Kalk und Klökkner Humboldt Deutz (früher Firma Liesegang) tätig.
Außerhalb des Befestigungsrayons von Deutz entstanden die Straßen teilweise im Ausbau der alten Flurwege, teilweise, wie die Trimborn-, Robert- und Johann-Mayer-Straße, als neue Trassierung auf den Feldern der Bauern, hier der Erben Trimborn, die auch den Ausbau der Straßen und die Errichtung des Postgebäudes finanzierten. Das o. g. Gebäude ist Zeugnis dieser Phase und spiegelt die stilistischen Prinzipien des Historismus wider.
Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes der Trimbornstraße und seiner Erstbebauung, für den es maßstabbildend ist. Es bildet mit den gleichzeitig erbauten Nachbarhäusern Trimbornstr. 3 - 36 ein städtebauliches Ensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0