Wohnhaus
Unter den Ulmen 132 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5519 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Unter den Ulmen 132, 50968 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.03.1990 |
| Stadtteil | Marienburg |
Erbaut 1899, 2geschossiger Bau auf verwinkeltem Grundriß, Putzfassade mit Stuckgliederung und Blendfachwerk im Giebelbereich, Walmdach mit krabbenartigen Ziegeln auf den Graten; Fenster original. Straßenfassade: Seitenrisalit, Giebel mit Schopfwalm und Sprengwerk, Balkon auf Konsolen.
Linke Seitenfassade: Mittelrisalit, Giebel mit Sprengwerk, Hauseingang mit Freitreppe auf der Mittelachse und originaler Haustür. Stuckmedaillons mit Kopfreliefs auf beiden Seitenfronten.
Rückfront: moderner Wintergarten-Anbau. Im Innern original erhalten: z. T. Holztreppe; Deckenstuck, Holzvertäfelung im EG; Deckenstuck im oberen Dielenbereich.
Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten.
Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der geschlossensten Villenkolonien in Deutschland und einer der im historischen Sinne besterhaltenen Gebiete der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvorortes im späten 19. Jahrhundert haben hier in Marienburg fast ausschließlich nur bedeutende Kölner und auch andere deutsche Architekten Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig eines der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist. Das o. g. Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil des baulichen und wegen seiner Gesamtplanung auch städtebaulichen "Ensembles Villenvorort Marienburg". Einst gab es hier zahlreiche ähnliche Häuser, die meist von dem Architekten J. Croes gebaut wurden. Die Villa ist ein sehr qualitätvolles und charakteristisches Beispiel der Architektur jener Zeit, deren besonderes Anliegen es u. a. war in einem romantischen Sinne aus den Stilen der Vergangenheit zu schöpfen und diese zu einem "Neuen" zusammenzutragen: Die Verwendung des Fachwerks, der Hinweis auf den "ländlichen" Anspruch des Bauwerks als Villa bzw. Landhaus in einer Villenkolonie. Für Marienburg ist dieses Haus ein unverzichtbares Architekturdokument aus der Frühzeit der Entwicklung dieses Vorortes, das bezeugt, daß es neben englisch geprägten Villen auch den Ansatz gab, eine von der deutschen Architektur kommende Villenarchitektur dort zu errichten. Da im Krieg die meisten anderen Beispiele dieser Architekturrichtung zerstört wurden, ist das o. g. Gebäude in seinem guten Zustand unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0