Wohn- u. Geschäftshaus
Sechzigstraße 25 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6803 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Sechzigstraße 25, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.04.1993 |
| Stadtteil | Nippes |
Gebäudekomplex, bestehend aus dem Eckhaus zur Zonser Straße und einem "Anbau" in Gestalt eines separaten Hauses, früher volkstümlich "Zonser Straße 36 a" genannt.
Eckhaus: Errichtet um 1880; Fassadendekoration um 1895. Rechteckiger Grundriß, 3 Geschosse, 3 : 4 Achsen, Mansarddach mit je einer Gaube an den beiden Fronten. In den Obergeschossen erhalten gebliebene im Grundzug klassizistische Putz- und Stuckfassade vom Typ des rheinischen Dreifensterhauses, dekoriert in Anlehnung an Schmuckformen der Renaissance; an der Seitenfront Zonser Straße die 4 Achsen asymmetrisch verteilt mit Blindfenstern in der linken Achse; Dekoration wie an der Fassade Sechzigstraße. Im Innern original erhalten: Rest der Holztreppe mit Handlauf und Geländerstäben.
"Anbau": Errichtet um 1907. Rechteckiger Grundriß, 2 Geschosse, 2 Achsen, Mansarddach mit zwei Gauben. Im Obergeschoß erhalten gebliebene Putz- und Stuckfassade mit einer dem Eckhaus angeglichenen Dekoration und alten Fenstern. Rückseite backsteinsichtig. Im Innern original erhalten: Holztreppe mit Handlauf in Holz, einige Türen.
An die Südostecke des Gebäudekomplexes anschließend kleiner Hof mit moderner, nicht zum Denkmal gehöriger Überbauung.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die bislang dörfliche Siedlung Nippes - als Bestandteil der Bürgermeisterei Longerich 1888 nach Köln eingemeindet - zu einem bedeutenden Industriestandort. Diese Entwicklung begann 1860 mit der Errichtung der Eisenbahn-Zentral-Werkstätten westlich der Bahnlinie Köln-Neuss-Krefeld. Südlich der Werkstätten entstand seit den 1860er Jahren für Arbeiter, kleine Beamte, Angestellte und Gewerbetreibende das neue Wohnviertel "Sechzig" mit der "Eisenbahnstraße" als seiner Hauptstraße, die seit 1892 den Namen des Viertels trägt. Zwischen Merheimer und Zonser (ursprünglich "Süd-") Straße ist mit den Häusern Nr. 15 und 19 - 25 ein kleines Ensemble erhalten geblieben, das trotz überall entstellend veränderten Erdgeschossen das Erscheinungsbild der schmalen Straße in der Zeit um 1890 dokumentiert. Das Eckhaus zur Zonser Straße ist samt seinem "Anbau" ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Ensembles.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0