Wohn- u. Geschäftshaus
Sechzigstraße 21 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8373 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Sechzigstraße 21, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1875 bis 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.10.1998 |
| Stadtteil | Nippes |
Um 1875/80; Dreigeschossiges, neoklassizistisches Wohn- und Geschäftshaus, backsteinsichtig, traufständig, Satteldach.
Fassade: Zusammen mit Haus Sechzigstr. 19 errichtet: trotz sichtbarer Trennung der beiden Häuser symmetrische Ausbildung einer gemeinsamen Fassade (1998 überstrichen). Ladenlokal im Erdgeschoß (verändert); 1. und 2. Obergeschoß: 3 Achsen, Wandflächen, eingeschnittene Segmentbogenfenster (erneuert), links risalitartiger Vorsprung, Geschoßtrennung durch schmales Gesims und Sohlbankfries (Zahnschnitt); mehrfach gestuftes Traufgesims über Bogenfries; 2 Gauben.
Rückseite: schlicht; langgestreckter, rückwärtiger Anbau (bauzeitlich, um 1900 und später verlängert), Backstube im Erdgeschoß.
Inneres: Linksseitiger Flur, Treppe rückwärtig, Aborte halbstöckig, Türen z. T. erhalten; Dachgeschoß ursprünglich ausgebaut; mehrere Niveausprünge im rückwärtigen Anbau.
Als Dokument des ältesten erhaltenen Baubestandes im gründerzeitlichen Nippes ist das Wohn- und Geschäftshaus Sechzigstr. 21 bedeutend für den Stadtteil Nippes der Stadt Köln. Im Bereich der um 1875 als "Eisenbahnstraße" angelegten Straße läßt sich das Gebäude 1880 unter der Hausnummer 7 A nachweisen. Eigentümer und vermutlich auch Bauherr war der Bäcker Küpper. Um 1891 übernahm Wilhelm Papst die Bäckerei. Die Produktion war offenbar seit der Entstehung des Hauses im rückwärtigen Anbau untergebracht. Die Mietklientel setzte sich u. a. aus Handwerkern des nahen Eisenbahnausbesserungswerkes zusammen. Hausstandort und die ablesbar gebliebene Nutzung sowohl als Wohnhaus und durch einen handwerklichen Betrieb machen das Gebäude Sechzigstr. 21 zu einem wichtigen wissenschaftlichen Zeugnis - hier insbesondere aus wirtschafts-, sozial und siedlungsgeschichtlicher Sicht.
Als Bestandteil eines noch teilweise intakt erhalten gebliebenen Ensembles denkmalwerter Gebäude im östlichen Bereich der Sechzigstraße besitzt das Wohn- und Geschäftshaus Sechzigstr. 21 zudem einen hohen städtebaulichen und stadtbaugeschichtlichen Wert: Zusammen mit den Häusern Sechzigstr. 1 a, 15, 19, 23 und 25 zeugt es von der vor 1875 angelegten und um 1895/1900 abgeschlossenen Erstbebauung der heutigen Sechzigstraße, die als ehem. "Eisenbahnstraße" im sog. "Viertel an der Sechzig" eine der Hauptachsen der Entstehung der Entwicklung des gründerzeitlichen Nippes gewesen war.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0