Wohnhaus

Hauffstraße 8 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6980
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Hauffstraße 8, 50825 Köln
Baujahr1904
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.12.1993
Stadtteil Neuehrenfeld

Erbaut 1904, 4 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß mit 4 Gauben, 4 Achsen, Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an Historismus und Jugendstil (EG mit Fugenschnitt), axialsymmetrischer Aufbau der Obergeschosse mit Hervorhebung der äußeren Achsen, Hauseingang auf der Mittelachse, Toreinfahrt (neueres Tor); Haustür und Fenster verändert. Rückfront: in Backstein; axialsymmetrischer Aufbau mit Mittelrisalit, zu beiden Seiten Balkone (orig. Geländer); Tordurchfahrt später geschlossen.

Im Inneren original erhalten: im Eingangsbereich ornamentierter Fliesenboden, Wand- und Deckenstuck, Terrazzostufen und Stützbogen; im Treppenhaus: im Flur und auf den Etagen ornamentierter Fliesenboden, Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; Wohnungstüren in den Obergeschossen, z. T. Zimmertüren und Stuckdecken.

Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossen. Die Hauffstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört zu den frühesten Straßenerschließungen im Wohnviertel um die Peterskirche, welches auf Initiative von Alois Anton Schlösser entstand, und verbindet den Simarplatz mit dem Lenauplatz. Das Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil dieses noch in großen Teilen erhaltenen, abwechslungsreich gestalteten Straßenzuges, der wesentlich durch Bauten des Architekten Hubert Benoit geprägt wird. Im Gegensatz zu diesen meist 3 Achsen breiten, aufwendig mit mittigen Erkern und Ziergiebeln gestalteten Häusern vertritt o. g. Objekt auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen anderen schlichteren Typ der Ehrenfelder Gründerzeitarchitektur: die breite Straßenfassade wird wesentlich durch den Materialwechsel zwischen Backstein und Stuck geprägt, Vor- und Aufbauten fehlen ganz -; bei nahezu axialsymmetrischer Gestaltung werden die äußeren Achsen durch Stuckdekorationen, die den Jugendstil bereits spüren lassen, hervorgehoben. Als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds sowie als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der stadtteilspezifischen Gründerzeitarchitektur wird das o. g. Wohnhaus somit zu einem unverzichtbaren Objekt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0