Wohn- u. Geschäftshaus
Simarplatz 11 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7035 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Simarplatz 11, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.01.1994 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Um 1900 erbaut; Eckhaus zur Fridolinstraße; 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß; 4:3 Achsen und abgeschrägte Ecke mit flachem Erker; mittlerer Giebelaufsatz zum Simarplatz, ehemals auch zur Fridolinstraße; Putzfassade mit Stuckgliederungen in stilistischen Anklängen an Gotik und Renaissance, EG verändert; rundbogiger Hauseingang in linker Achse mit veränderter Haustür; Fenster größtenteils erneuert (3 original im 2. OG).
Rückseite: Fassade backsteinsichtig mit Dachgesimsgliederung; Fenster teilweise original, Hoftür original. Der spätere Anbau im Eckbereich ist nicht Bestandteil des Denkmals. Im Inneren original erhalten: In Eingangsbereich und Treppenhaus ornamentierter Terrazzoboden und Sockelbekleidung der Wände aus geprägter Tapete mit hölzerner Abschlußleiste; Terrazzotreppe mit Holzgeländer und gedrechselten Zwischenpfosten (Antrittspfosten erneuert); Wohnungs- und Aborttüren nur teilweise.
Der Stadtteil Neu-Ehrenfeld wurde um die Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Die Subbelrather Straße im Süden und die Nußbaumerstraße im Norden begrenzen den älteren der beiden Siedlungsbereiche Neu-Ehrenfelds mit vorkriegszeitlicher, individueller Bebauung innerhalb eines geradlinigen Straßenmusters. Von der Kirche St. Peter und dem Simarplatz als einem von zwei Siedlungsansätzen im Subbelrather Wohnviertel ausgehend, erfolgte die Straßenerschließung des unbebauten Geländes seit 1896 zunächst in Richtung auf den 1902 angelegten Lenauplatz durch die Hauff- und Landmannstraße. Kurz darauf wurden auch die quer verlaufenden Straßen wie die Fridolinstraße bebaut. Innerhalb der noch in geschlossener Reihe erhaltenen Gründerzeitbebauung der Fridolinstraße (Nr. 72-76), die um eine Grundstückstiefe versetzt vom Simarplatz abzweigt, besitzt das Eckgebäude Simarplatz Nr. 11 ebenso prägnante städtebauliche Bedeutung wie in Ausrichtung auf den Platz und die Kirche. Trotz der Beeinträchtigungen in Erd- und Dachgeschoß ist das Gebäude hinsichtlich seiner Fassadengestaltung auch ein architekturhistorisches Dokument der Erstbebauung um die Jahrhundertwende. Als eines der älteren Häuser Neu-Ehrenfelds charakterisiert es dessen Siedlungsanfänge und ursprüngliches Erscheinungsbild und ist deshalb unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0