Wohnhaus
Overbeckstraße 66 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7385 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Overbeckstraße 66, 50823 Köln |
| Baujahr | 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.02.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1903; 3 Geschosse; ausgebautes Mansarddachgeschoß mit Giebelaufsatz und Dachhäuschen; 4 Achsen; Eingang in der rechten Hausachse; Putzfassade mit Stuckgliederung; EG durch breite Lagerfugen als Sockelgeschoß aufgefaßt; 1. und 2. OG einheitlich gegliedert; Verklammerung beider Geschosse durch ornamentierte, stark profilierte Brüstungsfelder; linke Hausachse im Dachbereich durch giebelartigen Aufsatz betont, der durch seitliche Konsolen im Gesimsbereich und eine profilierte Rahmung akzentuiert wird; die übrigen drei Dachhäuschen setzen die Fensterachsen in der Dachzone fort. Fenster, Eingangstür und Dachhäuschen original; Rückfront: Hinterhaus in der rechten Achse des Vorderhauses; backsteinsichtig; Vorderhaus zweiachsig mit 2 org.Gauben; Anbau dreiachsig; zurückgestufte ; linke Achse zweigeschossig mit ausgebautem Dachgeschoß (orig.-Gaube); mittlere und rechte Achse des Anbaus dreigeschossig; ausgebautes Dachgeschoß; Fensteröffnungen stichbogenförmig; Fenster u. Beschläge weitgehend original; Innen original: Gewölbekeller preußische Kappen); Weitgehend Grundrisse; Vorflur m. Deckenrahmung in Stuck; Terrazzobelag im Hausflur; Betontreppe mit Geländer und Handlauf in Holz, Treppenhausfenster mit Beschlägen; in den Straßenräumen im EG Stuckrahmungen und Rosetten; ebenso im 1. OG (unter abgehängten Decken); Wohnungseingangstüren (z.T. mit Platten verkleidet); Bestandteil des Denkmals ist die rückwärtige Einfassungsmauer.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns begann um die Mitte des 19. Jh. südlich der Köln-Aachener Bahnlinie. Erschließungsansätze nördlich der Bahntrasse reichen bis in die erste Hälfte der 70er Jahre des 19. Jh. zurück und beschränkten sich auf die Otto- und die Overbeckstr., die von der Subbelrather Str. her entwikkelt wurden und am Ende des 19. Jh. bis an die Nußbaumer Straße führten. Die Anlage des großen Schlacht- u. Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie an der Liebigstr. erwies sich im Bereich des Ottoplatzes (heute Käthe-Teuschplatz) und der Overbeckstr. als siedlungsförderndes Element.
Das o.g., 1903 errichtete Objekt dokumentiert als integraler Bestandteil einer einheitlichen Bebauung - die Häuser Overbeckstr. 66 - 80 - sind gemeinsam geplant - die ursprüngliche Bebauung der Overbeckstraße als Teil der frühen Erschließungsphase des Geländes zum Wohngebiet. Charakteristisch ist hierbei die rückwärtige Bebauung der Parzellen durch einheitliche Seitenflügelbauten mit wechselnder Stellung der Seitenflügel (dreiseitige Hinterhofbebauung auf Doppelparzellen). Straßenseitig prägen die einheitlich und zurückhaltend gestalteten Fassaden die Overbeckstraße im Bereich zwischen St. Anna und Nußbaumer Straße. Im Zusammenspiel mit dem gegenüberliegenden 1910/11 errichteten Schulgebäude, deren partiell zurückgestufte Bauflucht den Straßenraum platzartig erweitert, ergibt sich eine markante städtebauliche Gesamtsituation in deren Rahmen das o.g. Objekt unverzichtbar und unbedingt zu erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0