Wohnhaus
Iltisstraße 8 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7571 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Iltisstraße 8, 50825 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.08.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1906; 3 Geschosse, ausgebautes Mansarddach mit Dacherker (seitl. Gauben in der Substanz original); 3 Achsen, Eingang links; Putzfassade mit Stuckgliederung im Jugendstil; EG mit stark profilierter Putznutung (Sockelgeschoß), rundbogigen Wandöffnungen mit profilierten Rahmungen; Obergeschosse und Giebelfeld mit Putznutung; Mittenbetonung durch gekoppelte Fenster in den Obergeschossen/Dacherker (floral ornamentierte Brüstungsfelder/Fensterverdachungen im 2. OG); florale Ornamentik im Giebelfeld entfernt; Fenster und Eingangstür erneuert; Rückfront: komplett neuer Isolierputz, neue Balkonanlage (EG mit Wintergarten); neue Fenster.
Innen original: vertikale Wandgliederung im Vorflur (florales Jugendstilornament); profilierte Wandleiste; Deckenrosette; Unterzug rundbogig gefaßt (mit Kämpferprofilen); Terrazzobelag mit Bordüre; Treppe mit Betonstufen, Antrittspfosten, Geländer (mit Metallbuchsen) und Handlauf in Holz; WCTüren; Kellerabgang; 2. OG: Zimmertüren, Laibungen, Deckenleisten (Stuck); Bestandteil des Denkmals ist auch die rückwärtige Hofmauer (z. T. neu verputzt).
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden.
Zwischen dem vom Stadtverordneten Franz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich kurz nach der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Iltisstraße, die als weiterer Ansatz der Schlösserschen Bebauung u. a. den Lenauplatz (1902 angelegt) mit der Nußbaumerstraße verbindet und in ihrem Verlauf einen alten Flurweg nachzeichnet. Das o. g. Objekt, das mit dem Nachbarhaus Nr. 10 eine bauliche Einheit darstellt, ist integraler Bestandteil der ursprünglichen Bebauung Neuehrenfelds und wegen seiner straßenbildprägenden Funktion aufgrund des hoch aufragenden Giebelfeldes ein stadtteiltypisches bauliches Dokument, das unbedingt zu erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0