Wohnhaus
Hochstadenstraße 20 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1681 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Hochstadenstraße 20, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.10.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes nach der Niederlegung der Stadtmauern und damit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Diese Bebauung, die nach dem vom Kölner Stadtbaumeister H.J. Stübben erstellten Erweiterungsplan von 1881 erfolgte, verlief um die Jahrhundertwende in mehreren Phasen. Die Bauzeit des obigen Miethauses liegt um 1890 im früh erschlossenen Gebiet.
Das Miethaus ist stilistisch dem Historismus zuzuordnen, unter Verwendung klassizistischer Architekturelemente, die zum Teil auch am Gebäude Kyffhäuser Str. 18 zu erkennen sind. Über dem rustizierten Erdgeschoß mit glattem Sockel und seitlichem Eingang erheben sich drei Obergeschosse zu je vier Achsen, die horizontal durch breite Brüstungsfriese unterteilt werden. Plastischer Schmuck im ersten Obergeschoß durch Dreieckgiebel über durchlaufendem Architrav auf Schmuckkonsolen, während im zweiten Obergeschoß einspringend profilierte Fensterumrahmungen mit quderartigen Unterbrechungen festzustellen sind. Im zweiten Obergeschoß stehen über den Fensterstürzen glatte Stuckkassetten. Ein glattes Kranzgesims mit Zahnschnittfries schließt die Fassade zum Dach hin ab. Im ausgebauten Dachgeschoß befinden sich vier Dachgauben. Die Fenster wurden stilrichtig erneuert.
Die rückwärtige Fassade blieb mit originalem Ziegelmauerwerk mit Stichbogenfenstern und originalen Holzfenstern erhalten.
Im Inneren blieben im Eingangsbereich nur die Stuckrosette an der Decke sowie der Rundbogen zum Treppenhaus mit Pfeilervorlage erhalten. Originale Holztreppe mit Holzgeländer.
Die Hochstadenstraße ist mit ihrem Charakter als ruhigere Wohnstraße mit reizvoller Blickbeziehung zum Zülpicher Platz weitgehend erhalten geblieben. Das Gebäude ist im Ensemble des alten Bestands unentbehrlich und gibt dem Straßenraum Maßstäblichkeit und Atmosphäre.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0