Hochstadenstr.
Benannt nach Konrad I. von Hochstaden (um 1198/1205–1261), Erzbischof von Köln 1238–1261 und Bauherr des Kölner Doms. Konrad legte am 15. August 1248 persönlich den Grundstein für den heutigen gotischen Dom — einen Neubau, der den Dreikönigsschrein (siehe Dasselstr.) angemessen aufnehmen sollte. Konrad führte die weltliche Macht der Kölner Erzbischöfe auf einen ihrer Höhepunkte: Während seiner Amtszeit konnte kein anderer Bischof im deutschsprachigen Reich eine vergleichbare Machtstellung etablieren. Politisch war er Königs- und Kaisermacher — er stürzte 1247 König Konrad IV. (Sohn Friedrichs II.) und ließ Wilhelm von Holland zum deutschen Gegenkönig wählen. Sein prächtiges Bronzegrabmal aus dem 13. Jh. steht heute in der zentralen Achskapelle des Doms — eine der frühesten erhaltenen Bronzegrabplatten Deutschlands. Im Erzbischof-Cluster der Neustadt-Süd ist Hochstaden die Schlüsselfigur des Dombaubeginns und damit eine der zentralen Personen der Kölner Stadtgeschichte.
Quellen:
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