Wohnhaus

Nußbaumerstraße 42 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4068
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Nußbaumerstraße 42, 50823 Köln
Baujahr1910 bis 1912
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.03.1987
Stadtteil Neuehrenfeld

In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Nußbaumerstraße in Neuehrenfeld um 1910 - 12.

Es weist sich als 2-achsiges, 2-geschossiges mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie dessen Dachaufbau. Seine architektonische Bedeutung gewinnt es aus seiner Eingliederung in eine aus 6 Einheiten bestehenden Hausgruppe, die dem Architekten Rudolf Brovot zugeschrieben wird. Mit den Häusern Nr. 40, 44 und 46 bildet es eine spiegelbildlich angelegte Fassadenfront.

Die Hausgruppe wurde in den Formen des Heimatstiles errichtet, als Dekor dienen Stilelemente des Neuklassizismus (Eingangsgestaltung mit Wandsäulen). Als belebende Architekturglieder der Häuserreihe dienen Risalite mit rechteckigem oder halbkreisförmigen Grundrissen, Zwerchgiebel oder Dachhäuser mit Walmdach und Fußwalm.

Variiert sind die Formen der Fensteröffnungen und der kannelierten Säulen am Hauseingang. Die gleichen Architekturglieder sind zumeist nebeneinander geordnet, so daß sich ein Großrahmen für jeweils zwei Häuser ergibt und somit der Eindruck der Schmalheit des einzelnen Hauses aufgehoben wird. Dieses Gestaltungsprinzip trifft auch auf das Haus Nr. 42 zu, das durch seinen Risalit mit Haus Nr. 44 und in der Hauseingangsachse mit den Häusern Nr. 38, 40, 44 und 46 übereinstimmt.

Der übereinstimmende Dekor der Häuse Nr. 42, 44 besteht im wesentlichen aus Gesimsen im Klotzfries und vegetabilischem Ornament sowie Medaillonaufsätzen in rechteckigen FensterBrüstungsfeldern. Die Fenster des Hauses Nr. 42 mit kleinteiligen Oberlichtsprossen, die Haustür sowie die Kellerlukenvergitterung sind original erhalten und vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.

Auch im Innern des Hauses ist der Originalzustand fast vollständig erhalten: Marmorfußboden- und Treppenstufen; Fliesen in unterschiedlicher Anordnung in Flur, Küche und Bad; ein umlaufendes gedrechseltes Geländer mit Antrittspfosten; kassettenartige Holztäfelung; an den Decken Stuckrahmung sowie die Deckenmitte betonende Stuckformen unterschiedlicher Qualität; Zimmertüren ab 1. OG sowie ein Kachelofen mit schmiedeeisernen Türen.

Städtebaulich ergibt sich die Bedeutung des Hauses aus seiner Einbindung in die Hausgruppe.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0