Wohnhaus
Nußbaumerstraße 44 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4070 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Nußbaumerstraße 44, 50823 Köln |
| Baujahr | 1910 bis 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.03.1987 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte in Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Nußbaumer Straße in Neuehrenfeld um 1910 - 12.
Es weist sich als 2-achsiges, 2-geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie dessen Dachaufbau. Seine architektonische Bedeutung gewinnt es aus seiner Eingliederung in eine aus 6 Einheiten bestehende Hausgruppe, die dem Architekten Rudolf Brovot zugeschrieben wird. Mit den Häusern Nr. 40, 42 und 46 bildet es eine spiegelbildlich angelegte Fassadenfront. Die Hausgruppe wurde in den Formen des Heimatstiles errichtet, als Dekor dienen Stilelemente des Neuklassizismus (Eingangsgestaltung mit Wandsäulen). Als belebende Architekturglieder der Häuserreihe dienen Risalite mit rechteckigem oder halbkreisförmigen Grundrissen, Zwerchgiebel oder Dachhäuser mit Walmdach und Fußwalm.
Variiert sind die Formen der Fensteröffnungen und der kannelierten Säulen am Hauseingang. Die gleichen Architekturglieder sind zumeist nebeneinander geordnet, so daß sich ein Großrahmen für jeweils zwei Häuser ergibt und somit der Eindruck der Schmalheit des einzelnen Hauses aufgehoben wird.
Dieses Gestaltungsprinzip trifft auch auf das Haus Nr. 44 zu, das durch seinen Risalit mit Haus Nr. 42 und in der Hauseingangsachse mit den Häusern Nr. 38, 40, 42 und 46 übereinstimmt.
Der übereinstimmende Dekor der Häuser Nr. 42 und 44 besteht im wesentlichen aus Gesimsen in Klotzfries und vegetabilischem Ornament sowie Medaillonaufsätzen in rechteckigen Fensterbrüstungsfeldern.
Im Innern des Hauses ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Marmorfußboden und -treppenstufen im Eigangsbereich, eine Holztreppe mit gedrechseltem Geländer nebst Antrittspfosten sowie Deckenstuck in einigen Zimmern.
Städtebaulich ergibt sich die Bedeutung des Hauses aus seiner Einbindung in die Hausgruppe.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0