Wohnhaus
Nußbaumerstraße 46 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6031 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Nußbaumerstraße 46, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.05.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Um 1914 erbaut; Teil einer beinahe symmetrischen Wohnhausgruppe; Architekt wahrscheinlich Rudolf Brovot. 2 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß, in der linken Achse Risalit. Neoklassizistische Putzfassade mit sparsamen Gliederungen. Fenster erneuert, Haustür verändert, Sockel und Einfassung der Haustür verändert. Rückseite: verputzt; im Erdgeschoß rechts Veranda mit Glasdach (geschlossen); darüber im 1. OG Balkon (neueres Gitter); Fenster und Türen verändert. Im Innern original erhalten: Wand- und Deckenstuck im Eingangsbereich; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; die Zuschnitte der Räume.
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Die Nußbaumerstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, bildete ehemals den alten Flurweg. Sie begrenzt den älteren Siedlungsbereich Neuehrenfelds in Längsrichtung, wurde kurz nach der Jahrhundertwende, vorwiegend aber ab den Zehnerjahren bebaut und dokumentiert somit in städtebaulicher wie in zeitlicher Hinsicht die Spätphase der Erschließung. Das Gebäude ist integraler Bestandteil einer dem Architekten Rudolf Brovot zugeschriebenen, beinahe symmetrischen Wohnhausgruppe (Nr. 36 bis Nr. 46), die um 1914 errichtet wurde. Brovot war bevorzugter Baumeister des Stadtverordneten, Maklers und Bankiers Franz Zilkens, auf dessen Initiative dieser Bezirk des Stadtteils bebaut wurde. Das Gebäude veranschaulicht die insbesondere für die Brovotschen Bauten der Zehnerjahre, die vielfach paar- oder gruppenweise aufeinander bezogen sind, typischen Merkmale (vgl. auch Försterstr. 44-50; Siemensstr. 43-49): die Zwei-Achsen-Gliederung, der charakteristische Dachausbau, sparsame, zuweilen Elemente des sog. Heimatstils aufnehmende Dekorationen, die hier die damals verbreitete Vorliebe für strengere und schlichtere Formen verdeutlichen und sich damit auch deutlich von dem gegenüberliegenden, noch dem Jugendstil verhafteten Ensemble (Nr. 33-39) abheben. Das o. g. Objekt wird daher sowohl als Beleg für das Werk eines bestimmten Architekten als auch für die stadtteilspezifische gehobene Wohnbebauung im frühen 20. Jahrhundert zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0