Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 33 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7455 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 33, 50825 Köln |
| Baujahr | 1903 bis 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.04.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1903/04; 4 Geschosse, ausgebautes Satteldach (3 originale Dachhäuschen); 3 Achsen (Eingang rechts, Tordurchfahrt links); Putzfassade mit Stuckgliederung im Jugendstil; Wandflächen im EG stuckgefaßt, seitlich mit Putznutung; Schaufensterrahmung und zweiflügliges Tor original; Obergeschosse durch Kolossalpilaster (Kapitelle mit Masken und floralem Ornament) vertikal gegliedert; Mittenbetonung durch breite Fensterachse; einheitlich profilierte Fensterrahmungen (im 2./3. OG mit stilisierten Konsolen); verkröpfter Architrav als oberer Fassadenabschluß; profiliertes Dachgesims; Fenster 1. OG original; Rückfront: 3 Achsen (rechts im Treppenhausbereich leicht vorgestuft); backsteinsichtig; zweiflügliges Tor rechts, Hoftür, Fenster EG, 1. OG rechts, WCs und Treppenhaus (mit Riegel) original. Innen original: Terrazzobelag im Treppenhaus; Antritts-, Zwischenpfosten, Geländerstäbe und Handlauf in Holz; Betontreppenstufen; WC-Türen; EG-Tür; Wohnungsabschlußtüren 2./3. OG; 1. OG: Deckenstuck in den 3 Straßenräumen (Deckenleisten und Rosetten); 2. OG: Zimmertüren mit Rahmen und Beschlägen, Fußleisten, Dielenböden, Deckenstuck in den Straßenräumen (Stukkleisten und Rosetten); 3. OG: Zimmertüren und Rahmen; Dekkenstuck in den Straßenräumen (Leisten und Rosetten) unter abgehängten Decken. Bestandteil des Denkmals ist auch die rückwärtige Hofmauer.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstregungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden. Zwischen dem vom Stadtverordneten Franz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich kurz nach der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Landmannstraße, die die Verbindung zwischen Subbelrather Straße, Lenauplatz und Nußbaumer Straße herstellt. Als Geschäftsstraße zählt sie zu den wichtigen Kommunikationszentren des Viertels. In dem in weiten Teilen erhaltenen Straßenbild, bestehend aus Dreiachsenhäusern mit betonter Mittelachse, ist das o. g. Objekt ein wichtiger integraler Bestandteil, welches außerdem ein Ensemble mit dem fassadengleich gestalteten Nachbarhaus Nr. 35 bildet. Als bauliches Dokument der Entwicklung Neu-Ehrenfelds ist es daher unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0